Informationen zum Programm
Die Einsatzstellen
Als Einsatzstelle kommt jede Organisation in Frage, die bereits eine anerkannte Bundesfreiwilligendienst-Stelle hat oder die Voraussetzungen erfüllt, um diese zu beantragen. Zusätzlich sollten die Einsatzstellen Offenheit dafür mitbringen, internationale Freiwillige zu empfangen und bereit sein, eigene Lernerfahrungen zu erfahren.
Die Einsatzstellen stehen bereits vor der Ankunft der Freiwilligen fest. Hat jemand Interesse für einen zukünftigen Jahrgang oder für einen möglichen Wechsel, Einsatzstelle zu werden, bitten wir Sie mit uns in Kontakt zu treten, um die genauen Bedingungen zu erfahren.
Die beiden Videos vermitteln Eindrücke aus Einsatzstellen der Freiwilligen:
Kooperationspartner
Sie sind Teil eines Vereines/einer Initiative in Deutschland (außerhalb Bielefelds), haben eine Partnerorganisation im Globalen Süden und würden gerne Freiwillige aus dieser Organisation in ihrer Stadt empfangen? Sie sind Einsatzstelle und würden gerne ein*e internationale*n Freiwillige*n empfangen? Sie haben nicht die Kapazität sich um die Verwaltung und pädagogische Begleitung zu kümmern, also selbst Aufnahmeorganisation zu werden?
In diesem Fall kann das Welthaus Bielefeld als Aufnahmeorganisation fungieren. Da wir aber die Plätze im Voraus beantragen müssen, kann das nur mit einer gewissen Vorlaufzeit geschehen und nur wenn uns die entsprechenden Plätze auch bewilligt werden. Antragsfrist ist immer Ende August eines Jahres, so dass Sie unbedingt im Vorfeld mit uns Kontakt aufnehmen müssen.
Was kommt auf Sie zu?
Im Fall, dass jemand aus ihrer Partnerorganisation kommt, sind Sie mit dieser im Kontakt in Bezug auf die Auswahl der Person
Sie bemühen sich um eine Einsatzstelle vor Ort
Sie bemühen sich um eine Gastfamilie vor Ort
Sie unterstützen den/die Freiwillige*n bei Behördengängen, nehmen Mentor*innenfunktion ein und/oder suchen vor Ort nach eine*r Mentor*in
Sie unterstützen bei der Suche nach einem Sprachkurs
Wir stellen Ihnen die entsprechenden Infos für Einsatzstellen und Gastfamilien zur Verfügung und schließen die notwendigen Verträge direkt mit diesen ab. Wir kümmern uns um Visum, Vor- und Nachbereitung und die komplette pädagogische Begleitung. Teil dieser Begleitung ist auch das drei- bis vierwöchige Einführungsseminar mit Intensivsprachkurs in Bielefeld.
Pädagogische Begleitung und Sprache
Die meisten Freiwilligen leben und arbeiten in Bielefeld und Umgebung. Das ermöglicht eine intensive Begleitung durch das Welthaus Bielefeld. In der Regel findet in den ersten vier Wochen ein Einführungsmonat mit Intensivdeutschkurs statt. Der Deutschkurs wird im ersten Jahr des Freiwilligendienstes fortlaufend weitergeführt. Dazu kommen weitere Seminare und Treffen. Auch Treffen zwischen Freiwilligen und Einsatzstellen sowie Freiwilligen und Gastfamilien werden vom Welthaus Bielefeld angeboten. Das alles ermöglicht ein gutes Kennenlernen der Freiwilligen und ihrer Situation, als auch Begleitung bei vielen Dingen im Alltag und Krisenintervention, sollte diese nötig sein.
Selection Manual – Manual de Selección – Manual de Selecção
Dieses Handbuch in drei Sprachen ist in einem partizipativem Prozess mit Teilnehmenden aus neun Ländern entstanden. Das Dokument richtet sich in erster Linie an diejenigen, die für das Welthaus Bielefeld Auswahlprozesse für das Süd-Nord-Programm gestalten, es stellt dazu Werkzeuge zur Hand und lädt zur Reflektion ein. Vertreter*innen anderer Organisationen werden die angebotenen Tools nicht eins zu eins umsetzen können, aber Ideen für eigene Prozesse bekommen. Gleichzeitig ist es auch ein Dokument, das die Erfahrungen mit dem Süd-Nord-Programm des Welthaus Bielefeld aus verschiedenen Perspektiven darstellt: denen der entsendenden Partnerorganisationen im Globalen Süden, der Einsatzstellen in Deutschland, der Freiwilligen selbst, der Gastfamilien und des Welthaus Bielefeld.


