Südafrika
Erst im Jahr 1994 konnte mit den ersten demokratischen und fairen Wahlen der Kampf erfolgreich beendet werden. Der Staat entwickelte sich zunehmend zu einem politischen und wirtschaftlichen Vorreiter in der Region und auch auf internationaler Ebene erhält Südafrika ein größeres Mitspracherecht als andere afrikanische Staaten. Das Wirtschaftsbündnis der BRICS-Staaten macht die steigende Bedeutung Südafrikas deutlich. Dennoch steht Südafrika auf nationaler Ebene vor großen Herausforderungen und Problemen. Die Folgen der Rassentrennung und die daraus entstandenen verschiedenen Lebensbereiche und Lebensweisen beeinflussen immer noch den Alltag der Familien. Vor allem die Jugendarbeitslosigkeit ist ein großes Problem: 50–70 % der afrikanischen Jugendlichen haben keine Arbeitsstelle.
Die Unterstützung des Welthaus Bielefeld erfolgt in der gemeinsamen Arbeit mit den Organisationen GeaSpehre und Sophiatown Community Psychological Services. GeaSphere ist eine südafrikanische Umweltorganisation, die intakte Naturlandschaften gegen riesige Holzplantagen verteidigt. Sie setzt sich so für den Schutz eines einzigartigen Ökosystems (Grasland) ein und gleichzeitig dafür, dass die traditionellen Anwohner*innen dort weiter als Kleinbauern leben können. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Bildungsarbeit mit Jugendlichen und die Vernetzung mit anderen Akteur*innen aus dem Umweltbereich. Die zweite Organisation, Sophiatown Community Psychological Services, aus den Johannesburger Stadtteilen Yeoville/Sophiatown bietet psychologische Betreuung für trauernde oder traumatisierte Kinder und Erwachsene. Der Fokus der Arbeit liegt auf der Behandlung von Menschen die mit Todesfällen in der Familie, Armut, Gewalterfahrungen, Vertreibung und AIDS leben müssen. Die Behandlungsmethoden sind der kulturellen, sozialen und wirtschaftlichen Situation der Zielgruppe angepasst.
Aktuelle Projekte
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Hausgruppe Südliches Afrika
Wir beschäftigen uns bei unseren Treffen mit Themen wie Demokratisierung und Landrechte, Auswirkungen des Klimawandels, Schuldenkampagne und EU-Afrika-Gipfel sowie aktuelle Konflikte, wie in Cabo Delgado in Mosambik, aber auch Literatur und Kunst und neue Filme aus der Region. So versuchen wir mit Diskussionsveranstaltungen, Lesungen, Infoständen und anderen Aktivitäten zur Präsenz des Südlichen Afrika in Bielefeld beizutragen.
Wir kooperieren mit der Frauenorganisation ZUBO in Binga/Zimbabwe und unterstützen ihre Arbeit. In den letzten Jahren unterstützten wir ihr Seifenprojekt durch Öffentlichkeitsarbeit und Vermarktung der fairen und natürlichen Jatropha-Seifen. Seit 2022 fördern wir, auf dem Hintergrund der Klimakrise, die das ganze südliche Afrika und in Zimbabwe die Region Binga ganz besonders trifft, ein neues Projekt von ZUBO: „Wasser, Ernährung, Gesundheit und Stärkung von Frauen“. Auch hier ist es uns ein Anliegen, die Öffentlichkeit über die Situation der Frauen und deren Kampf für Lebensunterhalt zu informieren und für das Projekt Spenden zu sammeln.
Treffen: An einem Montag einmal im Monat, 20 Uhr im Welthaus Bielefeld.
Gisela Feurle
Telefon: 0521-68607Monika Scheffler
Telefon: 0521-94986823





