westwärts süd-nord

Die Süd-Nord-Freiwilligen

Teilnehmende 2026–2027

2014 startete die Komponente weltwärts Süd-Nord des Welthaus Bielefeld mit neun Freiwilligen aus dem Globalen Süden, die für ein Jahr in Bielefeld lebten und arbeiteten. Im Januar 2026 begrüßten wir bereits die neunte Generation von Freiwilligen. Die Freiwilligen kommen aus Ecuador, Peru, Südafrika, Mosambik, El Salvador, Mexiko, Zimbabwe und Nicaragua und werden für 18 Monate in gemeinnützigen Organisationen und Vereinen in Bielefeld und Umgebung arbeiten.

Amosse Ricardo Cuinica

Amosse ist 26 Jahre alt und lebt in der Provinz Gaza in Mosambik. Er hat Agrar- und Viehwirtschaft studiert und bereits bei mehreren Projekten der Organisation ACOSADE mitgearbeitet. Zu diesen Projekten gehören die Wiederaufforstung von Wäldern und Maßnahmen zur Verringerung der Anfälligkeit der ländlichen Gemeinden gegenüber klimatischen Ereignissen. In Deutschland wird er auf dem Hof Lohmann der Freckenhorster Werkstätten in Warendorf arbeiten.

„Von meiner Reise nach Deutschland erwarte ich, mehr Erfahrungen und Kenntnisse über Anbaumethoden und die deutsche Kultur zu sammeln und mein Fachwissen sowie meine Kultur mit meinen deutschen Brüdern zu teilen. Vielen Dank!“

Ana María Gómez Méndez

Ana Maria, 22 Jahre alt, kommt aus San Cristóbal de las Casas in Mexiko. Sie hat einen Bachelor in Englisch als Fremdsprache absolviert und arbeitet ehrenamtlich bei dem Verein Melel Xojobal. Dort bringt sie sich im Bereich der Kinder- und Jugendbildung ein. In ihrer Freizeit interessiert sie sich für Kunst, Musik, Fotographie und Filme. Sie wird in der Waldorfschule in Schildesche arbeiten.

„Ich glaube an die Kraft der Bildung, um Realitäten zu verändern. In Deutschland möchte ich neue Wege kennenlernen, wie man Kinder mit Respekt, Spiel und Fürsorge begleiten kann.“

Steven Camilo Vasquez Quintero

Der 24jährige Camilo kommt aus Estelí in Nicaragua. Er hat ein technisches Abitur im Bereich Agrarwissenschaften und studiert jetzt Veterinärmedizin. Durch seine Expertise hat er bereits Schulungen für Erzeuger von Grundnahrungsmitteln und zur Tierpflege durchgeführt sowie sich für den Artenschutz in den trockenen tropischen Wäldern Nicaraguas eingesetzt. Neben seinem Interesse an diesen Berufsfeldern ist Camilo vor allem leidenschaftlicher Musiker. Daher gibt er seit drei Jahren Musikunterricht für Kinder und Jugendliche in ländlichen Gemeinden und Randgebieten der Stadt Estelí. In Bielefeld wird er sich bei der Kinder- und Jugendarbeit von Spielen mit Kindern e.V. miteinbringen.

„Mein Hauptinteresse gilt der Musik, da sie Menschen helfen kann, ihre Stimmung zu verändern und Freude ins Leben zu bringen.“

Ceylin Guadalupe Fuentes Ruíz


Ebenfalls aus Estelí in Nicaragua kommt Ceylin. Die 26-Jährige hat Soziale Arbeit studiert und war bisher in verschiedenen Zentren für Frühförderung tätig. Beispielsweise hat sie vier Jahre als Therapeutin und Integrationslehrerin mit autistischen Kindern und Kindern mit Sprachstörungen gearbeitet. Durch ihre Erfahrungen hat sie gelernt, wie spielerische und kreative Lernmethoden ein integratives Umfeld ermöglichen können. Außerdem liebt sie es, Kunst durch Zeichnen, Malerei und Schreiben auszudrücken. Ihre Fähigkeiten wird sie bei ODILIA Gemeinschaft mit seelenpflege-bedürftigen Menschen e.V. am Laibachhof in Halle einbringen, wo sie auch wohnen wird.

„Ich interessiere mich allgemein für Lernen, sei es durch Bücher oder durch Erfahrungen in der Natur, zum Beispiel beim Wandern.“

Daniel Renato Choque Lopez

Daniel (27) kommt aus Tarapoto in Peru. Er studiert Fremdsprachen an der Universität und verfügt daher über gute Deutsch- und Englischkenntnisse. Darüber hinaus liebt er die Natur und bringt sich bei dem gemeinnützigen Verein Urku ein, der sich für den Schutz der Artenvielfalt einsetzt. Privat lässt sich Daniel fürs Gitarrespielen, Wandern in den Bergen und Campen begeistern. In Deutschland wird er in der Tagespflege Apfelstraße des Tageshaus e.V. in Bielefeld arbeiten.

„Im Laufe der Jahre hatte ich auch die Gelegenheit, interkulturelle Erfahrungen zu machen, vor allem in Zeltlagern und bei Bergwanderungen, wo ich mit Menschen aus verschiedenen Ländern zusammenleben und von ihnen lernen konnte.“

Edwin Daniel Guaman Toapanta

Der 24jährige Daniel hat bisher in Quito, der Hauptstadt Ecuadors, gelebt. Er hat verschiedene Arbeitserfahrungen, u. a. als Mechatroniker und in der Schneiderwerkstatt seiner Eltern. Er wurde von der Organisation Pacat aus Ambato vorgeschlagen, die er bei Besuchen in Ambato bei anfallenden Aufgaben, wie dem Anbau von Gemüse und der Vorbereitung des Wochenmarkts unterstützt. Außerdem hat er bereits als Lehrer und Betreuer von sechs- bis zwölfjährigen Kindern gearbeitet, die an einem Sommerkurs in seiner Heimatstadt teilgenommen haben. In seiner Freizeit tanzt er gerne, vor allem den traditionell bolivianischen Tanz Caporales. Seine vielfältigen Erfahrungen wird er an der OGS Grundschule Ummeln einbringen.

„Ich denke, ich kann mit meiner Art einen Beitrag leisten: Ich bin verantwortungsbewusst, einfühlsam, arbeite gerne im Team und kann mich gut an Veränderungen anpassen. Ich weiß, dass der Kontext dort anders sein wird, aber ich bin begierig, zu lernen und mit einer positiven Einstellung zusammenzuarbeiten.“

Rosa Delmy Chavarría Miranda

Delmy ist 29 Jahre alt und kommt aus Guarjila, Chalatenango in El Salvador. Sie hat Soziale Arbeit im Bachelor studiert und arbeitet seit sechs Jahren bei der Organisation Tamarindo. Diese veranstaltet Bildungs-, Freizeit- und Mitmachtage für verschiedene Altersgruppen, von Kindern bis hin zu Erwachsenen. Teil dessen ist auch, motivierten erwachsenen Frauen Lese-, Schreib und Mathematikkenntnisse beizubringen und sie zu stärken. Delmy gibt dort unter anderem Nachhilfe für Kinder, die in einigen Schulfächern Lernschwierigkeiten haben. In Bielefeld wird sie bei der DRK Kita und Familienzentrum Weltweit in Mitte arbeiten.

„Ich bin begeistert von der Vorstellung, mit Kindern arbeiten zu können, weil ich denke, dass ich viel von ihnen lernen kann. Außerdem bin ich der Meinung, dass der Umgang mit Kindern viel Freude und positive Einstellung vermittelt. Darüber hinaus kann ich das Gelernte in der Community weitergeben.“

Eugene Nyundu

Eugene ist 20 Jahre alt und kommt aus Südafrika. Vor kurzem hat er die Schule erfolgreich abgeschlossen und freut sich darauf, durch den Freiwilligendienst eine neue Kultur kennenzulernen und Erfahrungen in einem anderen Land zu sammeln. Nach dem Freiwilligendienst möchte er gern ein Studium beginnen. In seiner Freizeit schreibt er gern Gedichte, zeichnet und liest oder hat Freude daran, Fotos und Videos für Social Media zu erstellen. Er wird als Freiwilliger bei der Kita Flachsfarm arbeiten.

„Zeichnen, Skizzieren und Kommunizieren gehören zu meinen Lieblingsbeschäftigungen. Ich freue mich sehr darauf, die deutsche Landschaft, Gebäude und Menschen zu skizzieren, und kann es kaum erwarten, meine Essgewohnheiten zu erweitern und neue Speisen zu probieren.“

Ikhwezi Shezi

Ihwezi kommt aus Johannesburg in Südafrika, ist 25 Jahre alt und hat Business Management studiert. Seit 2024 engagiert sie sich bei der dortigen Partnerorganisation „Uzima“ als Assistenz im Nachmittagsprogramm. Daran begeistert sie, dass sie sich für die Stärkung und Entwicklung junger Menschen einsetzen kann. Ihre Hobbies sind Sport zu treiben, zu lesen sowie Filme und Dokumentationen zu schauen. Außerdem beschreibt sie sich als neugierigen Menschen und freut sich, hier neue Gerichte zu probieren. Sie wird als Freiwillige an der Martinschule Bielefeld in Mitte mitarbeiten.

„Das Leben in einer deutschen Gastfamilie ist eine aufregende Gelegenheit, in die Kultur einzutauchen. Ich bin mir jedoch über mögliche Herausforderungen wie Sprachbarrieren und kulturelle Unterschiede bewusst und möchte mich diesen mit Offenheit, Anpassungsfähigkeit und Lernbereitschaft stellen und sie als Chance für persönliches Wachstum betrachten.“

Iletse Marcela Benvidez Pérez

Iletse (21) wohnt in Estelí, Nicaragua. Sie hat ein Psychologiestudium absolviert und im Rahmen dessen Praktika an Schulen durchgeführt. Der Fokus lag dabei auf Lerntherapie bei Grundschüler*innen sowie auf der Stärkung von psychischer Gesundheit, Selbstwertgefühl und Kommunikation bei älteren Schüler*innen. Zudem hat sie sich drei Jahre ehrenamtlich beim Projekt Miriam in der Planung und Moderation von Aktivitäten für Kinder und Jugendliche engagiert, das sich auf die Prävention von sexueller Ausbeutung und geschlechtsspezifischer Gewalt sowie auf Kinderrechte fokussiert. In ihrer Freizeit tanzt sie gerne oder entdeckt neue Orte. Aktuell arbeitet sie als Integrationshelferin und begleitet einen jungen Mann mit Down-Syndrom. Sie wird ihre Fähigkeiten und Wissen bei Odilia e.V. in Halle einbringen.

„Ich tanze sehr gerne – eine Aktivität, die ich seit meiner Kindheit ausübe. Im Projekt Miriam war ich Teil einer Tanzgruppe, die traditionelle Musik und Themen wie Prävention sexueller Ausbeutung aufgriff. Später tanzte ich auch in einer Folkloregruppe an meiner Schule. Obwohl ich derzeit nur gelegentlich tanze, ist es eine Aktivität, die mir immer Spaß macht.“

Itzel Aymee Velasco Hernandéz – Itzel arbeitet in Gütersloh

Itzel kommt aus Tuxtla Gutiérrez, einer Stadt im Süden Mexikos. Die 19jährige schätzt Gemeinschaft und mag es, in ihrer Freizeit Zeit mit den Großeltern und der Familie zu verbringen und beispielsweise Brettspiele zu spielen. Sie hat die Ausbildung als Pflegeassistenz erfolgreich abgeschlossen und leistet gerade ihr Anerkennungsjahr in der Pflege ab. Außerdem hat sich Itzel ehrenamtlich bei der Menschenrechtsorganisationen Red TDT eingebraucht, indem sie bei Veranstaltungen mitgeholfen hat. Itzel wird bei Daheim e.V. in Gütersloh arbeiten.

„Ich habe schon lange den Wunsch, einen Austausch zu machen, der mit meiner Ausbildung im Gesundheitsbereich zusammenhängt. Ich bin mir sicher, dass ich – unabhängig von der Organisation oder dem Bereich, dem ich arbeiten werde – etwas beitragen kann, da mein Berufsethos ganz auf den Dienst an der Bevölkerung ausgerichtet ist.“

Leonardo André Mena Jaimes – für einen Monat in Bielefeld

Leonardo (28) kommt aus Lima. Er arbeitet seit vielen Jahren bei der Partnerorganisation CECOPRODE im Gemeinderadio. Durch seine technische Ausbildung und seine Praxiserfahrungen im Bereich der Informatik und Computer verfügt er über Kenntnisse im Umgang mit technischen Geräten, der Fähigkeit, eine Radiosendung zu moderieren und Kenntnissen in der Audiobearbeitung. Außerdem liebt Leonardo den Sport – sowohl sich selbst sportlich zu betätigen als auch Sportsendungen zu verfolgen. Er wird am Uhland-Gymnasium in Tübingen den Bundesfreiwilligendienst leisten.

„Eine gute Gelegenheit, bei der ich jeden Moment genießen und neue Erfahrungen sammeln werde.“

Miranda Kuhuni

Die 27jährige Miranda kommt aus Harare, der Hauptstadt Simbabwes. Miranda hat eine Ausbildung als Pflegehelferin abgeschlossen und beim Roten Kreuz gearbeitet. Sie arbeitet als Ehrenamtliche bei Danai Children’s Home in Harare. Dort unterstützt sie bei der täglichen Betreuung von Kindern und bietet Spiele und kreative Aktivitäten an. In ihrer Freizeit arbeitet sie gern im Garten, liest, bastelt und zeichnet. Sie wird bei der Kita Hellenkamp in Sieker ihre Fähigkeiten und Erfahrungen einbringen.

„Ich bin sehr gespannt, die deutsche Kultur kennenzulernen, Menschen zu helfen und Erfahrungen mit Menschen aus verschiedenen Orten, Kulturen und Ländern zu teilen.“

Niurca da Silva Emerson Guiambissa

Niurca ist 24 Jahre alt und lebt aktuell in Inhambane, einer Stadt an der Küste Mosambiks. Sie hat eine Ausbildung im Bereich der frühkindlichen Erziehung und hat durch Praktika im Kindergarten und in der Schule praktische Erfahrungen in diesem Bereich sammeln dürfen. Seit über einem Jahr arbeitet sie bei Nhapupwe, einer Partnerorganisation des Welthaus Bielefeld, und arbeitet dort mit Vorschulkindern. Hier ist sie für die Planung und Durchführung von Bildungsangeboten und Freizeitaktionen zuständig. In Bielefeld wird sie in der DRK-Kita Mehlhausen in Milse arbeiten.

„Meine Motivation für die ehrenamtliche Arbeit liegt in meinem Wunsch, zur ganzheitlichen Entwicklung von Kindern beizutragen.“

Sara Monserrath Pazmiño Hidalgo

Sara kommt aus Ambato in Ecuador. Zum Zeitpunkt des Videos war sie 19 Jahre alt, mittlerweile ist sie ein Jahr älter. Nach dem Abitur hat sie angefangen, einen Grundlagenkurs in Theologie zu besuchen. Neben ihren vielfältigen Arbeitserfahrungen als Buchhändlerin, Kleiderverkäuferin und Bau/Dekoration von Festwagen, arbeitet sie als Freiwillige in der Stiftung Don Bosco. Dort hilft sie, indem sie bei Ferienlagern und Freizeitaktivitäten unterstützt und auch beim Kochen und Englischunterricht mitarbeitet. Auch in ihrer Freizeit kocht sie gerne oder widmet sich der Handstickerei. Sie wird im Rahmen des Bundesfreiwilligendienstes bei der Bildungsstätte Einschlingen in Quelle mitarbeiten.

„Dieses Freiwilligenprojekt ist für mich der Sprung in eine neue Welt – mein Weg, aus der Routine auszubrechen, den Horizont zu erweitern und eine Erfahrung zu machen, die mich für immer verändern wird.“

Tabeth Muzambia

Tabeth (28) kommt aus Binga in Simbabwe. Sie macht gerne Sport, hört Musik und tanzt. Aktuell betreibt sie ein kleines Business. Sie ist aktiv in ihrer Gemeinde und hilft älteren Leuten im Haushalt. Nach ihrer Rückkehr möchte sie ihre Erfahrung nutzen, um bei ihrer Entsendeorganisation Zubo zu helfen. Ihre Arbeitsstelle in Bielefeld wird die Kindertagesstätte Villa Kunterbunt in Gadderbaum sein.

Hinweis zu ihrem Vorstellungsvideo: Tabeth wartet schon seit zwei Jahren auf einen Visumstermin. Das Video ist deshalb schon etwas älter.

„Ich wünsche mir eine wundervolle und liebevolle Familie als Gastfamilie zu finden – eine Familie, die mir gerne Neues beibringen möchte, die mich in ihrem Zuhause herzlich willkommen heißt und die ihr zu Hause auch zu meinem zu Hause werden lässt.“

Tabeth Ishmael Maine – für einen Monat in Bielefeld

Thabo ist 24 Jahre alt und kommt aus Parys, Freestate in Südafrika. In seiner Freizeit spielt er gern Fußball, arbeitet als DJ, in der Musikproduktion und im Bereich des Entertainments. Thabo hat vielfältige Arbeitserfahrungen: Er hat bereits als Softwareprogrammierer als auch als Mitarbeiter in einem Unternehmen, das Riverrafting anbietet, gearbeitet. Er arbeitet außerdem ehrenamtlich in der Lewis Balink Foundation, einer Partnerorganisation des Welthaus Bielefeld und ist dort in der Nachmittagsbetreuung engagiert. Wenn er nach Deutschland kommt, wird er bei Arbeit und Leben NRW in Düsseldorf mitarbeiten.

„Mein größter Wunsch ist es, durch mein Ehrenamt auch etwas zurückzugeben, um den Kindern zu helfen, die vielleicht die gleiche Unterstützung und Hilfe brauchen, die ich selbst beim Aufwachsen erhalten habe.“

Kontakt

Barbara Schütz

Telefon: 0521 / 98648 – 40
E-Mail: barbara.schuetz@welthaus.de