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Peru

Peru – Nicht nur Erbe der Inka

Peru war die Wiege jahrtausendealter indigener Zivilisationen und im Inka-Reich das größte und mächtigste Imperium im prähispanischen Südamerika. Das Land bildete zudem jahrhundertelang das Zentrum der spanischen Kolonialherrschaft, ein vielfältiges Erbe für die Menschen und Kultur heute.
Geschichte und Staat – Peru ist nach der Verfassung eine demokratische, unabhängige und souveräne Republik. Bis zum Beginn des 21. Jahrhunderts waren in Peru Militärdiktaturen an der Tagesordnung. Von 1980 bis 2000 war die Zeit des Leuchtenden Pfades. Die hier verübte Gewalt ist bis heute noch nicht aufgearbeitet. Extreme soziale Unterschiede und ungleiche Lebensweisen prägen die heutige Demokratie Perus. 

Gesellschaft und Kultur

In Peru werden die Indigenen, welche die größte Bevölkerungsgruppe darstellen, oft diskriminiert. Ihre Teilnahme am politischen Leben müssen sie sich erkämpfen und ihr Zugang zu Dienstleistungen, Bildung und Märkten ist nicht gerecht. Ihre politische Repräsentanz wird kaum wahrgenommen. 

Geographie

Peru ist viermal so groß wie Deutschland, mit großen geographischen Unterschieden zwischen Wüste an der Küste (Costa), extremen Bergland in den Anden (Sierra) und großen Urwaldflächen (Selva) im Amazonas-Zuflussgebiet jenseits der Gebirgskette.

Einsatzplätze und Rahmenbedingungen

Die Einsatzplätze sind auf alle dieser Regionen verteilt, die meisten liegen an der Küste in Lima auf Meereshöhe. Die höchsten in den Bergen bis auf 4000 m Höhe. Da es auch im Regenwald Einsatzplätze gibt, kommen praktisch alle Klimazonen Perus vor.

Die Mehrheit der Partnerorganisationen des Welthaus Bielefeld in Peru arbeitet im Bereich Bildung mit Kinder und Jugendlichen als Schwerpunkt. Insgesamt sind die Freiwilligen in unterschiedlichen Aufgabenbereichen eingesetzt: Aktivitäten im Bereich Sport, Musik und Theater, Hausaufgaben- und Freizeitbetreuung, Arbeit mit Menschen mit Behinderung, sowie Arbeit im Radio und Umgang mit Medien und Einsatz auf dem Gebiet der Hörgeräteakustik. Zudem sind einige Partnerorganisationen auch im Bereich Tierschutz, Umwelt und ländlicher Entwicklung tätig.
Viele der Partnerorganisationen nehmen bereits seit dem Jahr 2008 Freiwillige auf und haben somit langjährige Erfahrung mit dem weltwärts-Programm.

Unterkunft

In der Regel sind die Freiwilligen im Projekt selbst oder in Gastfamilien untergebracht, welche die Landesmentor*innen in Absprache mit der Partnerorganisation auswählen und begleiten. Die Verpflegung erfolgt normalerweise im Projekt oder durch die Gastfamilie.
Ansprech- und Kontaktpersonen in Peru sind die sechs Landesmentor*innen, welche den einzelnen Regionen sowie Einsatzplätzen zugeordnet sind und über jahrelange Erfahrung in der Freiwilligenbetreuung verfügen.

Seit Peru Partnerland des Welthaus Bielefeld ist, unterstützen und begleiteten die erfahrenen Landesmentor*innen die Freiwilligen in allen wichtigen Angelegenheiten. Sie betreuen die Freiwilligen während des gesamten Jahres im Falle von Konflikten sowie Krisen und sind Ansprechperson für Belange hinsichtlich Visum, Arztbesuchen, Partnerorganisation, Unterkunft und Gastfamilie. Des Weiteren werden die Freiwilligen in Peru intensiv durch das Engagement von Ehrenamtlichen des Welthaus Bielefeld betreut.

Zu den Einsatzplätzen