Nicaragua

Erneuerbare Energien für Miraflor

Von 2013 bis 2016 förderten wir mit unserem Projektpartner vor Ort, dem Foro Miraflor, einem Zusammenschluss der Anwohner*innen in Miraflor, die Gewinnung von Solarenergie. Ziel des Projektes war eine nachhaltige, wirtschaftliche und umweltgerechte Entwicklung der Region: Die Waldbestände und CO2-Bindung sollten mit diesem Projekt gefördert werden. Darüber hinaus wurde die Bevölkerung zu Umweltthemen sensibilisiert und die Abholzung sollte durch die Nutzung von elektrischen Herden gebremst werden.

400 Familien wurden mit Strom versorgt. Bei 200 Familien sollte eine PV-Anlage installiert werden. Dadurch konnten die Atemwegs- und Augenerkrankungen besonders bei Frauen und Kleinkindern reduziert werden, da sie durch die Nutzung von elektrischem Licht und einem elektrischen Herd nicht mehr den offenen Feuerstellen und Kerosinlampen ausgesetzt sind.

Die Gemeinde Caña Florida konnte durch die Installierung einer solarbetrieben Wasserpumpe mit Trinkwasser versorgt werden. In zwei Gemeinden sollte eine solarbetriebene Wasserpumpe installiert werden.

Vor allem Frauen und Kinder müssen nicht mehr den beschwerlichen Weg zum sechs Kilometer entfernten Fluss zu Fuß laufen.

Das Biosphärenreservat Miraflor in Nicaragua. Die Häuser stehen in diesem Gebiet weit auseinander. (Foto © Stefan Jankowiak) 1/4
Don José und Doña Santos setzen auf Ökotourismus. Für den Komfort sorgen dann Licht und ein Kühlschrank. (Foto © Stefan Jankowiak) 2/4
Bis zu drei Solaranalgen täglich werden von Technikern des Foro Miraflor installiert. (Foto © Stefan Jankowiak) 3/4
Maria ist glücklich, dass sie nicht mehr den beschwerlichen Weg zum Fluss zurücklegen muss. (Foto © Stefan Jankowiak) 4/4

Schaffung neuer Arbeitsplätze durch die Ausbildung von jungen Technikern für Wartung und Reparatur der Solaranlagen

Vierzehn junge Menschen wurden ausgebildet. Der partizipative Ansatz des Projekts setzte auf vollständige Einbindung der Bevölkerung, sodass diese das Projekt selbständig weiterführen konnten. Durch die Nutzung von elektrisch betriebenen Pumpen sollten die Ernteerträge für die Kleinbäuer*innen maximiert werden, ohne Ausweitung des Anbaugebietes.

Gerade während der Trockenzeit sind die Kleinbäuer*innen auf die Bewässerung ihrer Felder angewiesen.