Äthiopien

Empowerment und Klimaresilienz für Kleinbäuerinnen

Die politische Lage und der Klimawandel erschweren es den Familien in der Oromia-Region, sich durch Landwirtschaft selbst zu versorgen. Durch agrarökologische Methoden, Mikrokreditprogramme und Schulungen über Gendergerechtigkeit haben die Frauen nun ein eigenes Einkommen, verbessern die Ernährung der Familien und erhöhen ihren Einfluss in der Gemeinde.

Die Menschen in der Projektregion leben hauptsächlich von der Subsistenzwirtschaft, deren Erträge jedoch zurückgehen. Besonders benachteiligt sind die Frauen, durch hohe Arbeitslast und ihnen kulturell zugewiesene Aufgaben im Haushalt, der Kindererziehung und Pflege von Angehörigen. Für sie ist ein eigenes Einkommen entscheidend. Teils sind sie selbst Haushaltsvorstände, aber stets für kleinere, regelmäßige Ausgaben für Haushalt, Schulsachen und Gesundheit verantwortlich sind. Der Zugang zu landwirtschaftlicher Beratung und Krediten ist ihnen oft verwehrt.

Die Lebensbedingungen von 1.200 in Armut lebenden Kleinbäuerinnen und ihren Familien in zehn ländlichen Gemeinden sollen verbessert werden in Bezug auf die Ernährungssituation, ihr Einkommen und die Klimaresilienz der Gemeinde. Das Projekt greift die erfolgreichen traditionellen äthiopischen Spar- und Kreditgruppen von Frauen auf. Organisiert in 60 Gruppen (Women Economic Groups, WEG) erhalten die Teilnehmerinnen Schulungen und Produktionsmittel und durch eine Anschubfinanzierung weitere Möglichkeiten. Jede Gruppe führt einkommensschaffende Maßnahmen durch. Das kann Schafzucht sein, Pilzproduktion oder der Aufbau einer Baumschule, deren Pflanzen als Futter und Holzlieferant dienen und helfen, Erosion zu vermeiden. Der Anbau von Obst und Gemüse in den Hausgärten mit agrarökologischen Methoden verbessert die Ernährungslage quantitativ und qualitativ.

Die Kooperativen und landwirtschaftlichen Berater sollen die Kleinbäuerinnen beim Vertrieb landwirtschaftlicher Inputs und der Vermarktung ihrer Produkte unterstützen.

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Laufzeit:
1. September 2021 bis 31. Dezember 2024
Budget
296.892,00 Euro
1 Keine Armut

Agenda 2030
In unserer Arbeit orientieren wir uns an den 17 UN-Zielen für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDG). Bei diesem Projekt stehen vor allem die SDGs „1 – keine Armut“, „2 – kein Hunger“, „5 – Geschlechtergleichheit“ und „13 – Maßnahmen zum Klimaschutz“ im Fokus.

Der lokale Projektträger ist die gemeinnützige NRO AKAM (Alliance of Knowledge and Action for Sustainable Livelihood Management Association). Ihr Ziel ist die Verbesserung der Lebensbedingungen vulnerabler Haushalte, z. B. durch eine verbesserte Ernährungssicherheit. Seit 2009 führt AKAM in der Projektregion Entwicklungsvorhaben durch. Mit dem Welthaus Bielefeld arbeitet AKAM bereits seit 2013 zusammen, anfangs zur Förderung der Schulbildung.

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