Erkennen.Machen.Perspektiven
Praktische Workshops für Jugendliche
Jugendliche sind Gestalter*innen der Gesellschaft – ob bewusst oder unbewusst, ob aktiv oder passiv. Viele sehnen sich nach einer besseren Welt für alle, in der Menschen zukunftsorientiert mit ihrer Umwelt umgehen. Doch wie diese Transformation gelingen kann und welchen Beitrag sie dazu selbst leisten können, ist ihnen oft unklar.
Durch erfahrungsbasiertes Lernen entwickeln die Jugendlichen veränderte Wirkungs-Perspektiven für ihren Alltag und können ihr Verhalten daran orientieren. Die interaktive Auseinandersetzung mit weltweiten Zusammenhängen begleitet die jungen Menschen im Erkennen, was die derzeitige Lebensweise im Globalen Norden für andere Menschen in der Welt bedeutet.
Durch praktische Arbeit mit gebrauchten Materialien erleben sie im konkreten Machen die Möglichkeiten und Grenzen der Wiederverwendung und -aufarbeitung. Indem sie thematisch passende Unternehmenswelten erkunden, entwickeln sie Perspektiven durch Ideen für recyclingfähigere Produkte und Vorstellungen für ihre eigene Rolle, z. B. in einem Beruf, der zur Transformation beiträgt.
Vier Workshopformate
In erfahrungsorientierten Workshops* bringen die drei Partnerorganisationen ihre Expertisen für ein interaktives Lernerlebnis zusammen: Es kann eine Circular Rallye, ein Windrad-, Solardach- oder vertikaler Garten-Workshop gebucht werden. Alle Workshops können unabhängig voneinander belegt werden. In allen Formaten erstellen die Jugendlichen außerdem Medienprodukte, um ihre Erkenntnisse zu teilen und die digitale Partizipation zu fördern. Alle Workshops finden in OWL mit den Schwerpunkten Bielefeld und Herford statt.
Neu: Solar-Sommerferiencamp 2027
Das einwöchige Solarcamp – Photovoltaik-Technik und Handwerk praktisch erleben (optionales Praktikum in der zweiten Woche) bietet jungen Menschen die Möglichkeit, die Energiewende praxisnah zu erleben und erste Einblicke in die Welt der Photovoltaik (PV) sowie in handwerklich-technische Tätigkeiten zu gewinnen. Im Mittelpunkt steht das Lernen durch eigenes Ausprobieren und gemeinsames Arbeiten.
In abwechslungsreichen Theorie- und Praxiseinheiten erfahren die Teilnehmenden, wie Solaranlagen aufgebaut sind, montiert werden und welche elektrotechnischen Grundlagen dabei zu beachten sind. Unter Anleitung erfahrener Fachkräfte errichten sie ein Übungsdach, decken es ein und installieren darauf PV-Module. Ergänzend werden zentrale Inhalte zu Energiewende, Technik und Arbeitssicherheit vermittelt. Nach Abschluss erhalten die Teilnehmenden eine Bescheinigung; zusätzlich besteht die Möglichkeit, ein Zertifikat als „elektrotechnisch unterwiesene Person“ zu erwerben.
Das Solarcamp richtet sich insbesondere an junge Menschen in der Berufsorientierung – etwa Schüler:innen, Studierende oder Arbeitssuchende – und eröffnet konkrete Perspektiven in handwerklich-technischen Berufsfeldern, die für die Energie- und Wärmewende von zentraler Bedeutung sind. Optional können im Anschluss Praktika in kooperierenden Betrieben vermittelt werden.
Neben der praktischen Arbeit legt das Camp großen Wert auf die Vermittlung globaler Zusammenhänge. Themen wie Rohstoffgewinnung, Lieferketten, Arbeitsbedingungen und ökologische Auswirkungen werden anschaulich aufgegriffen und in den Kontext nachhaltiger Entwicklung gestellt. Gleichzeitig stärkt der Camp-Charakter mit gemeinsamer Unterbringung, Verpflegung und Freizeitaktivitäten den Teamgeist und das Gemeinschaftserlebnis.
So verbindet das Solarcamp Klimaschutz, praxisnahe Qualifizierung und persönliche Entwicklung: Die Teilnehmenden erwerben technisches Grundwissen, sammeln praktische Erfahrungen und entwickeln ein stärkeres Bewusstsein für nachhaltiges Handeln und ihre eigenen beruflichen Möglichkeiten.
Hier gibt es mehr Infos zur Teilnahme und Antworten auf häufig gestellte Fragen.
Welche Gruppen können teilnehmen?
- Freiwilligendienstleistende
- Junge Menschen in beruflicher Orientierung oder Umorientierung
- Schüler*innen der Sekundarstufe 1 und 2
- Berufsschüler*innen
- Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene im außerschulischen Kontext
- Menschen mit Flucht- und/oder Migrationserfahrung
- Sozial benachteiligte Menschen und von Diskriminierung betroffene Gruppen
- Lehrkräfte und Pädagog*innen
- weiterführende Schulen
- Berufsschulen
- Weiterbildungseinrichtungen
- Außerschulische Bildungseinrichtungen
- Nichtregierungsorganisationen (NRO) und ihre Netzwerke
- Umwelt- und Naturschutzorganisationen
- Eine Welt-/Entwicklungspolitische Organisationen
- Bildungseinrichtungen
Was kosten die Workshops?
Unsere Workshops werden durch Fördermittel unterstützt und können daher zu einem reduzierten Teilnahmebeitrag angeboten werden. Für den verbleibenden Eigenanteil bieten wir drei Preisstufen an. Bitte wählen Sie den Beitrag entsprechend Ihren Möglichkeiten:
Eintägiger Workshop (Circular Rallye)
100 Euro – Beitrag zu den Raumkosten
250 Euro – Beitrag zu den Raum- und Honorarkosten
400 Euro – erhöhter Beitrag zu den Raum- und Honorarkosten
Mehrtägige Workshops (Windrad, Garten, Solar)
200 Euro – Beitrag zu den Raumkosten
350 Euro – Beitrag zu den Raum- und Honorarkosten
500 Euro – erhöhter Beitrag zu den Raum- und Honorarkosten
Mit den höheren Beitragsstufen tragen Sie dazu bei, die Durchführung der Workshops langfristig zu sichern und eine möglichst breite Teilnahme zu ermöglichen. Sollte der Teilnahmebeitrag für Sie eine Hürde darstellen, sprechen Sie uns gerne an. Gemeinsam finden wir eine Lösung.
Gefördert durch:

Johanna Gesing
Bildungsreferentin für Globales Lernen
E-Mail: johanna.gesing@welthaus.de
Sparkasse Bielefeld
IBAN DE91 4805 0161
0000 0908 94
BIC SPBIDE3BXXX
Stichwort: Bildung


